So schmeckt Singapur

Singapurs Küche ist eine Symphonie der Aromen, die sich vor allem in den lokalen Spezialitäten widerspiegelt. Diese schmecken nicht nur gut, sondern sind auch preiswert. Hier einige kulinarische Klassiker.

Char Kway Teow

Das beliebte Nudelgericht wurde von Hokkien-Chinesen nach Singapur gebracht und ist in nahezu allen Hawker-Zentren zu finden. Der Name ist Programm: „char“ bedeutet „gebraten“ und mit „kway teow“ sind flache Reisnudeln gemeint. Da schnell und günstig zubereitet, war es zunächst vorwiegend in der Arbeiterklasse beliebt. Doch das subtil süßliche Aroma macht es heute zu einem der gefragtesten Gerichte in allen Gesellschaftsschichten.

Im Wok werden flache Reisnudeln mit Garnelen, chinesischer Wurst, Eiern, Sojasprossen und Knoblauchschnittlauch kurz angebraten und anschließend mit Sojasauce und Chilipaste übergossen. Zu den weiteren Zutaten zählen Fischfrikadellen und Belachan (fermentierte Garnelenpaste).

Wo? Hill Street Char Kway Teow, Bedok South Market & Food Centre, 16 Bedok S Rd.

Nasi Lemak

Dieser scharfe Gaumenkitzler ist etwas für jene, die die intensiven Aromen der malaysischen Küche lieben. Der Name bedeutet „fetter Reis“ und kommt nicht von ungefähr: Basmatireis wird mit einer Mischung aus Ingwer, cremiger Kokosmilch, aromatischen Pandanblättern und einer Prise Salz gekocht und schmeckt daher äußerst nahrhaft.

Hinzu kommen gebratene Sardellen oder gebratenes Huhn, die mit dem Reis auf einem Bananenblatt serviert werden. Als Beilagen gibt es geröstete Erdnüsse, frisch geschnittene Gurkenscheiben sowie ein hartgekochtes Ei oder ein Spiegelei. Natürlich darf Sambal – eine feurige, aber aromatische Chilipaste – nicht fehlen.

Wo? Selera Rasa Nasi Lemak, Adam Food Centre, 2 Adam Rd

Nasi Lemak

Laksa

Laksa zählt zu den Favoriten der Peranakan-Gemeinde (Nachfahren chinesisch-malaiischer Familien).

Entsprechend multikulturell ist auch diese hervorragend würzige Nudelsuppe geprägt. Alles hängt von der Brühe ab, in welche nicht nur Kokosmilch, getrocknete Garnelen, Zitronengras und Galgant gehören, sondern auch Vietnamesischer Koriander, Kemirinüsse, Kurkuma, Schalotten, Chilischoten, Knoblauch, Belacha und so einiges mehr. Angesichts dieser Vielfalt an Zutaten verwundert es nicht, dass der Name „Laksa” höchstwahrscheinlich vom Hindi-Wort „laksha“ („hunderttausend“) abstammt.

In die Brühe kommen noch Reisnudeln in verschiedenen Varianten, frische Garnelen und Fischfrikadellen. Laksa schmeckt eigentlich den ganzen Tag über – ebenso als Frühstück wie als würziger Abschluss eines langen Tropentages.

Wo? Depot Road Zhen Shan Mei Laksa, Alexandra Village Food Centre, 120 Bukit Merah Lane 1, Alexandra Village Food Centre

Roti Prata

Wohl bekanntester kulinarischer Beitrag der indischen Gemeinde Singapurs ist „Roti Prata”, ein Teigfladen aus Eiern, Mehl, Wasser und Fett. Bereits am Morgen kann man an zahlreichen Essensständen beobachten, wie Händler den Teig kräftig durchkneten, auf einem Eisenblech flachdrücken, mit Öl bestreichen und falten, sodass mehrere Schichten entstehen.

Anschließend wird der Teigball erneut geglättet, geölt und so lange gebacken, bis sich einige Stellen bräunlich verfärben. Üblicherweise mit Curry oder Dal serviert, ist Roti Prata ein beliebtes Frühstück oder eine Zwischenmahlzeit.

Wo? Mr. & Mrs. Mohgan Super Crispy Roti Prata, Tin Yeang Restaurant, neben dem Dunman Food Centre, 300 Joo Chiat Rd.

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Kapitel 1 : So schmeckt Singapur
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