Changi ist mehr als ein Flughafen
Singapur-Changi ist berühmt für seinen preisgekrönten Flughafen. Doch im Osten Singapurs ist noch mehr zu entdecken: viel Küstenflair, authentisches Essen und historische Stätten. Hier ein paar Vorschläge:
Changi Village
Das einstige Fischerdorf bietet heute die perfekte Mischung aus gutem Essen und entspanntem Beachlife. Für ersteres ist das Changi Village Hawker Centre die erste Adresse. Allerdings fällt es schwer, aus dem riesigen Angebot etwas auszuwählen. Bekannt ist das Hawker Centre insbesondere für das malaysische Reisgericht Nasi Lemak und „Charlie‘s Corner“, einer Kultkneipe aus den Siebzigern.
Von dort ist es über den Coastal Walk nur einen Katzensprung bis zum Changi Beach Park, der sich entlang der Ostküste über 3,3 km vom Changi Point bis zum Changi Ferry Terminal erstreckt. Mit seinen weißen, von Kasuarinen und Kokospalmen gesäumten Stränden, den Grünanlagen, Spielplätzen und Pavillons ist er der perfekte Ort zum Entspannen – und dank seiner großen Entfernung zum Zentrum meist menschenleer.
Changi Point Coastal Walk
Eine frische Meeresbrise, im Wasser dümpelnde Segelboote, viel Grün und eine Sonne, die im Meer glutrot versinkt – besonders spätnachmittags ist der Changi Point Coastal Walk der ideale Ort, um einen Tropentag ausklingen zu lassen. Der gut angelegte, 2,2 km lange Uferweg beginnt beim Fähranleger am Changi Creek und führt bis zur weiter westlich gelegenen Felsküste, wo er in der Nähe des Changi Beach Clubs endet.
Bei Ebbe lassen sich Seesterne und Krebse beobachten; unterwegs passiert man historische Gebäude wie den 1936 gegründeten Changi Sailing Club und den Changi Beach Club aus dem Jahr 1950. Entlang des „Kelong Walk”, eines rund 200 m langen, auf Stelzen über dem Wasser errichteten Abschnitts, kann man in schattigen Pavillons entspannen und Angler dabei zusehen, wie sie allerlei Meeresgetier aus dem Wasser ziehen.
Changi Chapel und Museum
Die Changi-Kapelle mit dem angeschlossenen Museum ist Teil des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Changi, in dem während der japanischen Besatzung Singapurs von 1942 bis 1945 sowohl Zivilisten als auch Soldaten interniert wurden. Vom einst rund 25 Quadratkilometer großen Lager sind heute nur noch wenige Gebäude erhalten, darunter das historische Eingangstor und einige Mauerreste.
Die Kapelle am Museumseingang ist eine Nachbildung der St. George’s Church, die damals zum Lager gehörte. Im Museum vermitteln persönliche Gegenstände, Schautafeln und Illustrationen eindrucksvoll die Geschichten der Internierten. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, über die schweren Entbehrungen nachzudenken, denen die insgesamt 90000 Gefangenen ausgesetzt waren – ebenso wie über ihren Mut, ihre Hoffnung und ihre bemerkenswerte Widerstandskraft.
Changi Heritage Trail
Um die vielschichtige Geschichte des Ostens Singapurs zu erkunden, hat das National Heritage Board (NHB) den „Changi Heritage Trail“ entwickelt (s. www.roots.gov.sg)Er gliedert sich in drei thematische Routen: „Bungalows und Strände in Changi“, „Krieg und Frieden in Changi“ sowie „Tore und Gemeinden in Changi“. Auf diesen rund ein- bis zweistündigen Wegen können Besucherinnen und Besucher historische, religiöse und kulturelle Stätten entdecken, die von den harten Lebensbedingungen der Kriegsgefangenen während der japanischen Besatzung ebenso erzählen wie vom Leben der Menschen in den einstigen Kampongs.






